Willkommen beim Onlinemagazin der BVK Zusatzversorgung
 

Fit in den Frühling: 10 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit und wie Sie energiegeladen durchstarten

Fit in den Frühling: 10 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit und wie Sie energiegeladen durchstarten

Der Winter verabschiedet sich, die Tage werden länger, doch statt Energie und Tatendrang bringt der Frühling für viele Menschen erst einmal Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Diese sogenannte Frühjahrsmüdigkeit kann auch die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Doch was steckt dahinter, und wie können Sie gegensteuern?

 

Was versteht man unter Frühjahrsmüdigkeit?

Frühjahrsmüdigkeit ist kein medizinisch klar definierter Zustand, sondern eine Reaktion des Körpers auf den Wechsel der Jahreszeiten. Besonders im Übergang vom Winter zum Frühling gerät der Organismus in eine Phase der Umstellung, die von vielen Menschen als belastend empfunden wird.


DER MÄNNER IN DEUTSCHLAND LEIDEN UNTER FRÜHJAHRSMÜDIGKEIT

 

DER FRAUEN IN DEUTSCHLAND LEIDEN UNTER FRÜHJAHRSMÜDIGKEIT

 

Quelle: Studie des Hildesheimer Wickert-Instituts 2012

 

Wer ist besonders betroffen?

Frühjahrsmüdigkeit kann grundsätzlich jeden treffen. Menschen mit empfindlichem Kreislauf, niedrigen Blutdruckwerten oder einem schwankenden Biorhythmus verspüren die Symptome jedoch häufig stärker. Auch der Arbeitsplatzalltag, etwa lange Stunden in klimatisierten Büros, kann die Auswirkungen verstärken.

Beschwerden und typische Anzeichen

Häufig berichten Betroffene von:

  • Anhaltender Schläfrigkeit trotz ausreichendem Schlaf
  • Konzentrationsproblemen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Gereiztheit oder Stimmungsschwankungen
  • Allgemeiner Abgeschlagenheit

Diese Symptome können sich auch auf die berufliche Leistungsfähigkeit auswirken, insbesondere bei Arbeiten, die hohe Konzentration erfordern.

Warum tritt Frühjahrsmüdigkeit auf?

Die Ursachen sind vielseitig und beinhalten unter anderem:

Hormonelle Umstellung: Der Körper reduziert mit dem Übergang zum Frühling und der steigenden Lichtintensität (ab einer Luxzahl zwischen etwa 5.000 und 100.000) die Produktion des Schlafhormons Melatonin, während die Ausschüttung von Serotonin, dem „Glückshormon“, langsam ansteigt. Dieser Konkurrenzkampf von „Glückshormon“ und „Schlafhormon“ kann den Organismus ermüden.

Kreislaufanpassung: Der Wechsel zwischen Sonne und Regen sowie die schwankenden Temperaturen setzen dem Körper zusätzlich zu. Besonders starke Temperaturschwankungen fordern das Herz-Kreislauf-System heraus, da sich die Blutgefäße ständig anpassen müssen, um den Blutdruck zu regulieren. Das kann zu Blutdruckschwankungen führen, die sich bei Menschen mit niedrigerem Blutdruck besonders bemerkbar machen. Ein trainierter Kreislauf und ein gesunder Lebensstil helfen dabei, Müdigkeit und Erschöpfung entgegenzuwirken – nicht nur in der Übergangszeit zum Frühling.

Kurze Fakten zum Biorhythmus

Die innere Uhr sitzt im Gehirn, genauer gesagt im Hypothalamus (im Suprachiasmatischen Nukleus, SCN).

 

Licht ist der stärkste Taktgeber für unseren Biorhythmus.

 

Ein gestörter Biorhythmus kann langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen erhöhen.

 

Durchschnittlich dauert es etwa 7-10 Tage, bis sich der Körper an den Frühlingsrhythmus anpasst.

Was hilft gegen das Dauergähnen? Unsere 10 Tipps:

Wichtig ist jetzt: Geben Sie der Frühjahrsmüdigkeit nicht nach! Ein Mittagsschlaf mag verlockend sein, kann jedoch die Bildung des Schlafhormons Melatonin wieder fördern und gleichzeitig das wachmachende Serotonin abbauen – genau das Gegenteil von dem, was der Körper jetzt braucht, um wieder energiereich in den Tag zu starten. Stattdessen helfen gezielte Maßnahmen, um die Energie wieder in Schwung zu bringen. Hier sind unsere 10 Tipps, mit denen Sie fit und vital in den Frühling starten.

Bild: Shutterstock

 

Starten Sie den Tag mit einer Wechseldusche

Wechselduschen regen den Kreislauf an und machen wach. Beginnen Sie mit warmem Wasser und beenden Sie die Dusche mit einer kühlen Brause.

Ein ausgewogenes Frühstück für mehr Energie

Setzen Sie auf Vollkornprodukte, Früchte und proteinreiche Lebensmittel. Diese liefern Energie für den gesamten Vormittag. Und Unser Stoffwechsel ist eng mit der inneren Uhr verknüpft. Essen Sie zur richtigen Zeit. Vermeiden Sie spätes Essen, da dies die Nachtruhe stören kann. Überlegen Sie auch, „Time-Restricted Eating“ auszuprobieren, bei dem die Mahlzeiten in einem Zeitraum von etwa 8-10 Stunden eingenommen werden.

Lichtmanagement

Das natürliche Tageslicht ist der wichtigste Taktgeber für unseren Biorhythmus. Versuchen Sie, morgens so viel Tageslicht wie möglich zu tanken. Ein kurzer Spaziergang am Vormittag hilft, die innere Uhr zu synchronisieren. Abends sollten Sie hingegen auf blaues Licht von Bildschirmen verzichten, um die Schlafqualität zu verbessern.

Natürliche Rhythmen mit Pflanzen unterstützen

Einige Kräuter und Pflanzenextrakte können helfen, den Biorhythmus zu stabilisieren. Baldrian, Passionsblume oder Melisse wirken beruhigend und fördern den Schlaf. Ginseng und Guarana können den Kreislauf anregen und die Konzentration fördern.

Chronotyp erkennen

Sind Sie eine „Lerche“ (Menschen, die früh aktiv sind) oder eine „Eule“ (Abendmensch)? Indem Sie Ihren Tagesablauf an Ihren natürlichen Chronotyp anpassen, können Sie Ihre Leistungsfähigkeit steigern. Falls Sie nicht flexibel sind, helfen kleine Anpassungen, wie eine feste Schlafenszeit oder ein strukturierter Morgen, den Tag besser zu beginnen.

Bewegung auf dem Weg zur Arbeit

Wenn möglich, gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad ins Büro. Bewegung an der frischen Luft bringt den Stoffwechsel in Schwung.

Sauerstoff im Büro

Lüften Sie regelmäßig, um frische Luft in den Arbeitsraum zu bringen. Sauerstoffreiche Luft steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Plaudern Sie mit Kollegen

Ein kurzer Austausch oder ein gemeinsamer Kaffee kann Wunder wirken. Soziale Kontakte heben die Stimmung und helfen, das Nachmittagstief zu überwinden.

Entspannungstechniken für die Abendstunden

Nutzen Sie Meditation, Atemübungen oder sanftes Yoga, um den Körper auf die Nacht vorzubereiten. Diese Methoden helfen, Cortisol abzubauen und die innere Ruhe zu finden.

Digitale Detox-Zeiten einplanen

Die Nutzung von Smartphones, Tablets und Computern hat einen erheblichen Einfluss auf die Schlafqualität. Das blaue Licht dieser Geräte kann die Melatoninproduktion hemmen und den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Regelmäßige digitale Pausen und ein fester Zeitraum ohne Bildschirme vor dem Schlafengehen können helfen, die innere Ruhe zu fördern.

Fazit

Frühjahrsmüdigkeit ist zwar unangenehm, aber mit kleinen Anpassungen im Alltag gut in den Griff zu bekommen. Nutzen Sie die Umstellung als Chance, gesunde Gewohnheiten zu etablieren und den Frühling als energiegeladene Jahreszeit zu genießen und freuen Sie sich auf den Sommer! 🙂

No comments

LEAVE A COMMENT